Tschüss Traumfigur – Hallo Lieblingskörper

Selbstliebe

Wie mir Yoga geholfen hat, mich selbst zu lieben

Vor meiner Erkrankung habe ich ziemlich viel Aufwand betrieben einen „Traumkörper“ zu bekommen. Ich habe viel Sport gemacht, weil ich „perfekt“ aussehen wollte. Und obwohl ich mein ganzes Leben eher am Rande des Untergewichts war, habe ich seltsame Diät-Trends und Abnehm-Kuren ausprobiert. Zufrieden war ich aber eigentlich nie. Ich habe immer etwas gefunden, was ich an meinem Körper nicht mochte.

Wie ist das bei dir? Stört dich auch etwas? Die große Nase, der leichte Bauchansatz, die Cellulite am Hintern, oder die krummen Zehen? Fast jeder hat Körperteile mit denen er / sie nicht zufrieden ist.

Jetzt kannst du in den Beautywahn verfallen und alles so um-operieren lassen, damit es dem aktuellen Schönheitsideal entspricht, aber glaube mir, du wirst sicher immer eine neue Stelle finden, die du noch optimieren kannst – spätestens dann, wenn der Trend sich wieder verändert und ein neueres, noch absurderes Schönheitsideal populär wird.

Oder du fängst an, deinen Körper so zu lieben, wie er ist. Mit all seinen Macken, Unvollkommenheiten und vermeintlichen „Schönheitsfehlern“.

Aber das ist leichter gesagt als getan…

Für mich war das eine wirklich harte Challenge… Nach der Krebstherapie hatte ich viele Narben, keine Haare mehr auf dem Kopf und mein ganzer Körper war aufgequollen.

Den Blick in den Spiegel habe ich lieber gemieden. Und wenn, kamen mir die Tränen, weil ich mich selbst nicht mehr erkannt habe. Ich fand mich fürchterlich entstellt und wollte nur möglichst schnell wieder zurück zur alten Form.

Aber auch hier war mein Körper ein guter Lehrer… Haarverlängerungen gehen nun mal nicht bei ganz kurzen Locken… Also hieß es abwarten und für exzessive Sporteinheiten war ich viel zu geschwächt.

Das Einzige, was wirklich gut ging, war Yoga und das war ein Riesenglück für mich. Meine tägliche Praxis hilft mir natürlich körperlich, aber vor allem hilft es mir, meinen Körper so anzunehmen und so zu lieben, wie er ist, mich nicht zu vergleichen und dankbar zu sein!

Ich bin GESUND und das ist das Allerwichtigste!