Selbstverantwortung bei Krebs

KrebsSelbstverantwortung

Krebs und Selbstverantwortung

Leider ist Krebs immer noch ein Tabu-Thema, daher möchte ich gerne meinen Schicksals-Monat April nutzen, um noch mehr darüber aufzuklären.

Für 2022 sagen Fachleute über 510.000 neue Krebserkrankungen voraus.

Oft ist es genetisch bedingt und bei manchen sicherlich einfach leider „Pech“. Aber bis zu einem Drittel der Erkrankungen sind laut WHO auf Ernährung und Bewegungsmangel zurückzuführen, auch weitere Bereiche unseres westlichen Lebensstils sind der perfekte Nährboden für steigende Zahlen.

Ich möchte auf keinen Fall sagen, dass du Schuld bist, solltest du erkrankt sein. Ich möchte lediglich aufklären und präventiv informieren, denn ich habe 2013 meine Mama an Darmkrebs verloren und bin 2019 selbst an Brustkrebs erkrankt.

Mit meiner Erkrankung war für mich war klar, ich möchte die Verantwortung für mein zukünftiges Leben übernehmen und Risikofaktoren minimieren.

Das ist natürlich keine Garantie, nie wieder an Krebs zu erkranken. Aber ich kenne die Risikofaktoren und entscheide bewusst, welchen ich mich aussetzen möchte und welchen nicht. Da mein heutiger Lebensstil auch das Risiko für alle anderen „Volkskrankheiten“ senkt, fühle ich mich wohl dabei und das ist am Ende das wichtigste.

Auf die wichtigsten 3 Bereiche, nämlich unsere Ernährung, Bewegung und unsere Psyche bzw. unser Mindset haben wir direkten Einfluss.

In jedem gesunden Körper entstehen täglich eine Reihe von krebserregenden Substanzen / Zellen, die vom Immunsystem erfolgreich beseitigt werden. Wenn das Immunsystem nicht mehr nachkommt, können sich die entarteten Zellen ausbreiten und es kann Krebs entstehen.

Daher vermeide ich zum Einen die bekannten Risikofaktoren, zum Anderen stärke ich mein Immunsystem.

Bekannte Risikofaktoren für die Entstehung von Krebs

Laut heutiger Forschung ist vor allem Röntgen-,  UV- und Radioaktive Strahlung sowie Tabakrauch nachweislich krebserregend. Der gesamte westliche Lebensstil mit wenig Bewegung, zu viel Zucker, Milch und Fleisch, Alkohol und Zigaretten sowie übermäßigem Stress und Leistungsdruck fördern die meisten Krebsarten oder bieten zumindest den idealen Nährboden

Ernährung

Sicher gilt laut WHO verarbeitetes Fleisch und Wurst, wie Salami, Kassler, Bratwurst oder Schinken als karzinogen, also krebserregend. Egal ob geräuchert, gepökelt oder gesalzen. Es steht auf der gleichen gesicherten Stufe, wie Tabakkonsum. Häufiger Verzehr von mehr als 50g steigert das Darmkrebsrisiko bereits um 18%.

Als vermutlich krebserregend wird rotes Fleisch im Allgemeinen angegeben. Allerdings muss hier erwähnt werden, dass es nur Studien mit konventionell produziertem Fleisch gibt. Da Wildfleisch explizit ausgenommen ist, lässt es für mich die Vermutung zu, dass die Haltungsform und das Futter eine große Rolle spielen könnte: shit in – shit out. Durch zu viel tierisches Protein entstehen außerdem Nitrosamine, die ebenfalls als karzinogen eingestuft werden.

Beim starken Anbraten, Grillen oder Frittieren entstehen sogenannte AGEs, heterozyklische aromatische Amine, Acrylamid und Benzfluoren.

Bei Milch scheiden sich die Geister. Es gibt es viele Studien in alle Richtungen. Konventionell produzierte Milch ist aber aufgrund der Hormonbelastung sicher ein Risiko.

Zucker zählt gleich dreifach als Risikofaktor. Denn zum Einen ist Zucker eine der Hauptursachen für Übergewicht, was wiederum Krebserkrankungen sowie auch alle anderen Volkskrankheiten begünstigt. Zum Zweiten fördert Zucker Entzündungen im Körper und wirkt stark säurebildend, was dem Immunsystem zu schaffen macht. Und drittens regt Zucker direkt das Zellwachstum von Tumoren an.

Alkohol: Es gibt KEIN sicheres Niveau. Selbst das Glas Rotwein, das lange Zeit als gesund fürs Herz eingestuft wurde, birgt ein erhöhtes Risiko. Der Anteil an Antioxidantien, der hier enthalten ist, wird bei frischem Obst bei weitem übertroffen. Alkohol ist ein Zellgift, das zusammen mit Tabak die meisten Krebsarten begünstigt oder zumindest den idealen Nährboden bietet.

Auch bei pflanzlicher Ernährung gibt es einiges zu beachten. Denn gerade Pflanzenschutzmittel, Lebensmittelfarbstoffe, Nitrate und Pestizide sind krebserregend.

Bewegung

Zu wenig Bewegung fördert Entzündungen im Körper und schwächt somit das Immunsystem. Außerdem fördert es Übergewicht, was generell als einer der Hauptfaktoren für viele Krebsarten gilt.

Ausreichend Bewegung hingegen unterstützt das Immunsystem, hilft bei der Ausleitung von Giftstoffen und beim Abbau von Stress. Natürlich ist Bewegung und Sport auch essentiell beim Erhalten oder Erreichen vom Idealgewicht.

MindSet

Die Auswirkung der Psyche auf die Entstehung von Krebs ist noch nicht wirklich gut erforscht. Allerdings berichten sehr viele Krebspatienten über mangelnden Umgang mit ihren Emotionen, vergangene unverarbeitete Traumata und geringer Selbstwertschätzung. Da Stress und Negativität nachweislich das Immunsystem schwächt, gehört dieser Baustein schon lange zur Komplementär-Medizin dazu. Resilienztraining, sowie Meditation und Yoga werden ganz gezielt in der Therapie eingesetzt.

 

Ernährung und Krebs