Ernährung bei Krebs

Krebsdiät

Gibt es eine wirksame Krebsdiät?

Es werden sehr viele „Krebsdiäten“ und Bücher zu diesem Thema angepriesen, denn wie bereits beschrieben lassen sich ein Teil der Krebserkrankungen auf falsche Ernährung zurückführen. Auch ich bin mit meiner Diagnose auf so einige Mythen reingefallen, denn ich wollte nichts unversucht lassen.

Fakt ist aber, es gibt keine allgemeingültige und medizinisch empfohlene Krebsdiät!

Krebs kann man nicht einfach aushungern. Zur Entstehung und somit auch zur Bekämpfung von Krebs gehören sehr viel mehr Faktoren, als allein die Ernährung.

Die Studienlage ist zum Teil widersprüchlich. Sicher ist allerdings, dass eine bewusste Ernährung Beschwerden lindern und den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen kann.

  • Therapien werden bei gutem Ernährungszustand besser vertragen

  • Gesundes Gewicht wird erreicht (weder Mangelzustände noch Übergewicht)

  • Lebensqualität wird erhalten oder wiederhergestellt

  • Stoffwechselvorgänge laufen reibungsloser, wenn dem Organismus alle notwendigen Stoffe in angemessener Menge angeboten werden

Wissenschaftliche Erkenntnisse:

Die Unterstützung der körpereigenen Kräfte durch eine individuelle sinnvolle Ernährung verbessert möglicherweise die Heilungschancen oder kann in schweren Fällen zumindest das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen. Dies lässt sich aus zahlreichen Versuchen ableiten.

Dass die Ernährung für Gesundheit und Wohlbefinden eine tragende Rolle spielt, gilt als unbestritten. Doch wie genau eine gesundheitsfördernde Ernährung aussieht, darüber gibt es zum Teil widersprüchliche Auffassungen.

Die wichtigsten, allgemeingültigen Empfehlungen lauten:

  • Zucker meiden

  • normales Körpergewicht halten oder Anstreben

  • Körperlich aktiv werden – am besten täglich

  • auf energiedichte Nahrung (z.B. Salamipizza, Chips, zuckerhaltige Getränke) verzichten

  • Ausreichend trinken (aber wenig bzw. keinen Alkohol)

  • Überwiegend pflanzliche Lebensmittel – Fleischkonsum reduzieren, Verzicht auf Wurstwaren

  • keine verschimmelten Nahrungsmittel essen

  • wenig Salz essen und chemische Konservierungsstoffe meiden

  • vorwiegend frische Lebensmittel essen, anstatt Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen (außer bei festgestelltem Mangel)